Implantate Entwicklung
Implantate gibt es bereits seit etwa vier Jahrzehnten. Im Laufe der Zeit wurden die unterschiedlichsten Materialien, wie zum Beispiel Keramik, getestet und auch verwendet. In den letzten 30 Jahren machte die Forschung allerdings große Fortschritte und das so genannte Reintitan hat als das beste Material für fast alle Implantate durchgesetzt und auch bewährt.
Geschichte, Material, Design von Implantaten
Bei einem Zahnimplantat handelt es sich im Grunde um eine künstliche Zahnwurzel, die in der Regel ein schraubenförmiges oder auch zylindrisches Design hat. Das Implantat wird in den Kieferknochen eingepflanzt, um Zähne zu ersetzen die verlorenen gegangen sind. Das Implantat übernimmt in dieser Form die Funktion einer eigenen Zahnwurzel, da das Implantat mit dem Knochen verwächst. Ein Implantat ist in der Lage Zahnersatz sicher zu verankern, wie zum Beispiel Einzelkronen, aber auch Brücken, oder Zahnersatz den man herausnehmen kann. Bei einem Zahnimplantat unterscheidet man im Aufbau zum einen den eigentlichen Körper des Implantats, der in den Knochen eingepflanzt wird und die einzelnen Aufbauteile, mit deren Hilfe die Kronen und Haltestrukturen für die Prothesen am Implantatkörper befestigt werden können.
In Deutschland gibt es zurzeit etwa über 100 verschiedene Systeme für Implantate in der Zahnmedizin. Bewährt haben sich im Laufe der letzten 20 Jahren besonders die zylindrischen beziehungsweise die schraubenförmigen Implantate. Sie haben in der Regel eine Länge von 6 – 20 mm und einen Durchmesser von 2 – 7 mm. Eher selten sind andere Formen, wie etwa scheibenförmige Implantate zu finden.
In der heutigen Zeit sind fast alle Implantate aus hochreinem Titan, da dieses Material besonders gewebefreundlich ist und mit dem Knochen optimal verbunden werden kann. Die Entstehung der Zahnimplantate ist sehr eng mit der Anwendung des Leichtmetalls Titan verbunden. Die ersten Erkenntnisse über das ideale Material Titan für den Einsatz im Knochen, stammen noch aus den 1950er Jahren. Damals wurde festgestellt, dass sich Titan aus biologischer Sicht neutral verhält und keine Allergien oder Fremdkörperreaktionen auslöst.
Seit Implantate aus Keramik zum Ende der 1980er Jahre auf Grund unerfreulicher Materialeigenschaften nicht mehr eingesetzt wurden, erleben diese aktuell aber wieder eine Art Renaissance. Keramik-Implantate bestehen aus sehr fester Zirkoniumoxid-Keramik, die extrem bruchsicher ist. Ein Zirkon-Zahnimplantat ist aus Erfahrung biologisch sehr gut verträglich und hat zudem den Vorteil, der natürlichen Zahnfarbe wesentlich näher zu kommen, was aus ästhetischen Aspekten nur von Vorteil sein kann, insbesondere dann wenn das Zahnfleisch sehr dünn ist.
Durch gute Erfahrungen und eine bessere Bezuschussung durch die gesetzlichen Krankenkassen steigt die Nachfrage nach Implantaten immer mehr an.




